Trost für Trauermücken

von Georg Kalenda, 18.12.2015

Die dunkle, bis zu 7 mm große Mückenart wird ihrem auffälligem Namen in der Landwirtschaft leider oft gerecht. Das weltweit verbreitete Insekt verursacht durch ihr Massenaufkommen Fraßschäden, sowohl im Gewächshaus, wie auch auf dem Freiland. Zum Glück gibt es zahlreiche Methoden, um Keimlinge und Pflanzen vor den Schädlingen und ihren traurigen Angewohnheiten zu bewahren. Leider gibt es darunter noch immer chemische Insektizide, welche Jungpflanzen beeinträchtigen können und gesundheitsschädigend für den Menschen und die Umwelt sind. Das Wohl unserer prächtigen Hanfpflanzen und der kostbaren Umwelt liegt uns von den Krummen Gurken sehr am Herzen. Deswegen haben wir uns für moderne, natürliche und ganz biologische Lösungen entschieden. Hier sind unsere vier Bio-Tipps für den Kampf gegen die ungebetenen Gäste.

Aptus Soil Attack Liquid

1. Neemöl

Das pflanzliche Öl wird aus dem gleichnamigen Neemölbaum gewonnen und wird bei zahlreichen Pflanzenschädlingen wie Trauermücken, Spinnmilben und Blattläusen verwendet. Es wird dem Gieß- oder Spritzwasser mit 3-5ml pro Liter Wasser beigemischt und schützt die Stecklinge so vor Schädlingsbefall. Das Wasser hat Zimmertemperatur und ist abgestanden, da sich in frischem Wasser Luft, Chlor und manchmal sogar Ozon befindet. Abgestandenes Wasser ist frei von diesen und schützt so das Wachstum der Hanfpflanze. Durch leichte Spülungen mit mildem Neemöl, wird den Hanfpflanzen ein leuchtendes und vitales Aussehen verliehen.

Aptus Soil Attack Liquid
Nematoden

2. Nematoden

Trauermücken legen ihre Larven in die Pflanzenerde. Sie fühlen sich besonders in feuchten Substraten sehr wohl, weswegen man besondere Aufmerksamkeit auf die Feuchtigkeit des Bodens legen muss. Bei Nematoden handelt es sich um zirka 0,8mm große Fadenwürmer. Sie sind meist weiß bis farblos und leben vorwiegend in feuchtem Boden. Sie ernähren sich grundsätzlich von Larven und werden deswegen gerne zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Nematoden dringen in Körperöffnungen von Schädlingen ein, wodurch sie diesen ein tödliches Bakterium übertragen. Die nützlichen Würmchen werden im Gießwasser aufgelöst und der Erde zugefügt. So helfen sie, die wertvollen Pflanzen vor den Trauermückenlarven langfristig zu schützen.

3. Gelbtafeln

Wie der Name schon verrät, handelt es sich hier um eine gelbe Tafel, die mit einer klebrigen Schicht überzogen sind. Die leuchtende, gelbe Farbe wirkt als anziehendes, sexuelles Lockmittel für die Trauermücke. Durch die Klebebeschichtung bleibt das Insekt auf der Tafel kleben. Der große Vorteil der farbenfrohen Tafeln ist die Möglichkeit, Trauermückenbefall frühzeitig zu erkennen. Gelbtafeln findet man in nahezu jeder Gärtnerei, manchmal auch in der Farbe Blau.

Gelbtafel
Vorbeugende Maßnahmen

4. Vorbeugende Maßnahmen aus der Haushaltslade

Um für die Zukunft bestens gerüstet zu sein, gibt es auch einige vorbeugende Maßnahmen gegen Trauermücken. Um die erneute Eiablage der weiblichen Mücken zu verhindern, kann man die oberste Schicht der Pflanzenerde sorgsam mit Sand oder Perlite bedecken. Einfache Gegenstände aus der Haushaltslade können bei Stecklingen und Jungpflanzen ebenso von großem Nutzen sein. Mit einer Feinstrumpfhose, welche man sorgfältig um die Pflanze und den Topf stülpt, hindert man die Mücken daran, in die Pflanze einzudringen. Zündhölzchen, die mit dem roten Knopf voraus in die Pflanzenerde gesteckt werden, sind ebenfalls eine kostengünstige und hilfreiche Maßnahme. Das selbe gilt für auch für die Knoblauchzehe, welche man als Ganzes oder gehackt der Erde beigeben kann.